Neuheit / Projekt-Update: Rauchfreie Küche im Kinderhaus Seeta (Uganda) Afrika

Als wir 2024 im Kinderhaus in Seeta, Uganda den bestehenden Küchenofen so umgebaut haben, dass der Rauch über einen Schornstein nach draußen abzieht, war sofort klar: Das verändert den Alltag.
Seitdem müssen die Köchinnen nicht mehr im beißenden Qualm stehen. Keine tränenden Augen mehr. Kein Husten beim Kochen. Einfach: endlich Luft.

Ein kurzer Rückblick – und warum mir das so nahe geht

Im Dezember 2024 waren wir zwei Wochen vor Ort in Afrika Uganda. Unser Ziel war simpel und gleichzeitig riesig: Rauch raus aus der Küche.
Weil dieser Rauch nicht „nur nervt“, sondern krank macht – und weil genau dort gekocht wird, wo jeden Tag Essen für die Kinder entsteht.

Was mich am meisten berührt hat: die Kinder.
Sie waren dauernd dabei. Haben zugeschaut, Fragen gestellt, mit angepackt, gelacht, gestaunt. Und du merkst: Wenn sich dort etwas verbessert, dann profitieren nicht nur die Erwachsenen, die arbeiten – sondern 80 Kinder, die dort leben. 80 Kinder, die jeden Tag darauf angewiesen sind, dass gekocht werden kann. Sicher. Gesund. Verlässlich.

Dann kam alles anders – und besser

Schon damals wurde im Kinderhaus an einer neuen, größeren Essenshalle und einer Großküche gebaut. Mein Plan stand: Wenn die Küche fertig ist, komme ich wieder und wir bauen erneut einen rauchfreien Herd.

Und dann: In Kampala (ca. 70 km entfernt) hat sich eine Firma https://masrcorp.org/ gegründet, die sich genau darauf spezialisiert: rauchfreie Küchenöfen zu bauen.

Nach einigen Gesprächen und Abwägungen wurde mir klar:
Es ist viel sinnvoller, wenn eure Spenden direkt in die Arbeit vor Ort fließen – statt in Flüge, Übernachtungen und Logistik für ein kleines Team aus Europa.

Denn so passiert genau das, was ich unter Hilfe zur Selbsthilfe verstehe:

  • Das Geld geht direkt in Material und Handwerk
  • Lokale Profis bekommen Arbeit und Know-how bleibt im Land
  • Das Ergebnis wirkt schneller – und langfristiger

Quasi live dabei – und ehrlich: besser als ich’s allein geschafft hätte

In enger Abstimmung mit Manfred Hiller (Projektleiter) habe ich den Aufbau täglich mitverfolgt: Fotos, Updates, Details direkt von der Baustelle. Und ich kann nur sagen: Das ist richtig stark geworden.

Es wurden sogar Ventilatoren integriert, damit die Öfen sauberer, effizienter und kontrollierter brennen. Rundum ein tolles Projekt – mit einem Ende, das man sich wünscht: Der komplette Küchenofen hast inkl. der Töpfe ca. 2.500€ gekostet.

Happy End – weil es im Alltag jeden Tag hilft.

Warum das zählt

Weil es nicht um „einen Ofen“ geht.
Es geht um Gesundheit, um Würde bei der Arbeit. Und ja: Es geht um diese 80 Kinder, die dort leben – die jeden Tag essen, lernen, wachsen. Wenn die Küche funktioniert, funktioniert ein Stück Alltag. Und Alltag ist in solchen Projekten oft das Kostbarste.

Danke an euch

Ohne eure Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen. Eure Spenden haben ganz real geholfen, dass aus einer verqualmten Küche eine raucharme/rauchfreie, sichere Kochumgebung werden konnte.

Wenn du das Projekt weiterhin unterstützen möchtest: Am sinnvollsten ist aktuell eine Spende direkt über Fredmon, damit das Geld ohne Umwege in Uganda wirkt. https://www.fredmon.org/wie-kann-ich-helfen/

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