Holzbackofen im Keller – Brotträume für Jan und Mareike in Coburg

Manche Leute stellen sich einen Fernseher in den Keller.
Jan und Mareike aus Coburg haben sich gedacht: Wir stellen uns da lieber einen Holzbackofen hin.
Gute Entscheidung.


Vom Dorfbackofen zur eigenen Backstube im Haus

Jan ist in Hüttenberg aufgewachsen und hat schon als Kind bei seiner Tante im Dorfbackofen Brot gebacken.

„Das hat mich fasziniert und bis heute begleitet.“ – Jan

Dann kam der Umzug nach Coburg, beruflich viel um die Ohren, dazu Geschäftsführer beim HSC Coburg – aber der Wunsch blieb:
Wieder richtig Brot backen. Mit Holz, Hitze und Zeit.

Also erst mal: monatelang Pläne wälzen mit Mareike.
Die erste Idee: Ofen im Garten.
Dann ist Jan über meine Videos gestolpert und hat sich irgendwann gedacht:

„Du hast immer gesagt: Wenn ihr Fragen habt, meldet euch. Ich hab mir erst gedacht: Kannst du den einfach anschreiben? Und dann: Warum eigentlich nicht?“

Mail geschickt – am nächsten Tag waren wir im Gespräch, kurz darauf im Webmeeting.


Garten oder Keller? – Die Keller-Idee setzt sich durch

Im Webmeeting haben wir zwei Varianten durchgespielt:

  1. Holzbackofen im Garten – schön, urig, aber wetterabhängig
  2. Holzbackofen im Keller – im Alltag nutzbar, ganzjährig, kurze Wege

Da Jan vor allem Brot backen will, war schnell klar:
Teig mag keine Zugluft, aber konstante Temperaturen.

Dazu kam: Im Haus war bereits ein geeigneter Schornstein mit gutem Durchmesser vorhanden – ein echter Glücksfall.

Also:
Schornsteinfeger eingebunden, Brandschutz geklärt, Machbarkeit bestätigt.

„Da war es mir total wichtig, dass wir das mit dir und unserem Schornsteinfeger planen. So war es von Anfang an ein Projekt, bei dem ich mich sicher gefühlt habe.“ – Jan

Ab da stand fest:
Der Ofen zieht in den Keller.


Wenn schon Ofen, dann richtig – Ofengröße & Modell

Jan backt nicht nur „mal eben zwei Laibe für Sonntag“.
Er möchte:

  • für sich und Mareike,
  • für Freunde, Nachbarn
  • und sicher auch mal für die Handball-Crew vom HSC Coburg backen.

Also haben wir die Backfläche bewusst größer gewählt:

  • Backfläche: 100 × 150 cm

Das ist eine richtige Brotmaschine – im positiven Sinn.

Zum Einsatz kam mein Modell SEGMENTO massiv, speziell fürs Brotbacken:

  • 100 × 150 cm Backfläche
  • 12,5 cm Schamott-Speichermasse
  • massiver Speicherkern im Metallkäfig
  • rundum sauber gedämmt
  • Reinigungsklappe im Rauchgasbereich

Damit kann Jan:

  • kräftig einheizen,
  • stabile Temperaturen halten,
  • mehrere Backgänge aus einer Ofenladung fahren,
  • und genau die Strahlungswärme nutzen, die Holzofenbrot ausmacht.

Herz aus Gusseisen – die Häussler-Backofentür

Als Türe habe ich die Gusseisentür 58 × 27 cm (Modell E) von Häussler verbaut:

  • robuster, handgefertigter Ofenguss
  • inklusive Einbaurahmen, Ascheklappe, Aschekanal und Aschekasten
  • stabile Scharniere, kräftiger Griff, leicht zu bedienen
  • schwarz lackiert – pflegeleicht und optisch schön rustikal

Passt perfekt zum Charakter:
Kein Deko-Ofen, sondern ein Arbeitstier mit Charme.


Bauzeit: 5 Tage im März 2025 – und viel gute Hilfe

Gebaut haben wir den Ofen in 5 Tagen im März 2025.
Als ich ankam, stand der Sockel schon bereit, dann ging es Schlag auf Schlag:

  • Schamotteboden einmessen und legen
  • SEGMENTO-Ofenkern aufbauen
  • Tür einsetzen
  • Gewölbe bzw. Segmentaufbau fertigstellen
  • Metallkäfig & Dämmung
  • Anschluss an den vorhandenen Schornstein vorbereiten

Ich war nicht allein auf der Baustelle:

  • Franz-Josef Teuchgräber aus Bad Staffelstein,
  • Teilnehmer eines meiner Backofen-Workshops,
  • der sich später einen ähnlichen Ofen auf seinem Hof gebaut hat
  • ein Freund von Jan, der extra Urlaub nahm und aus Mittelhessen anreiste
  • der Nachbar, der kräftig mit angepackt hat

„Der Bau von dem Ofen war einfach ein tolles Projekt. Viele Freunde sind vorbeigekommen, ein guter Freund hat extra Urlaub genommen. Es haben viele mitgewirkt – und jetzt freuen wir uns auf die ersten Brote.“ – Jan

Sogar Ofensetzer-Kollegen aus der Region sind mal kurz vorbeigeschaut – Fachsimpeln inklusive.


Vom Workshop zur eigenen Ofenbaustelle

Für Franz-Josef war das Projekt auch ein Stück Praxis-Weiterbildung:

  • erst Theorie & Praxis bei meinen Workshops,
  • dann „live“ auf der Baustelle bei Jan,
  • im Sommer 2025 hat er sich dann auf seinem Hof selbst einen ähnlichen Ofen gebaut.

Wenn du das auch spannend findest:

👉 Mehr über meine Backofen-Workshops & Ofenbauprojekte:
https://BackofenMeister.com


Jetzt brennt das Feuer – und bald riecht’s nach Brot

Als wir das Interview geführt haben, brannte schon das erste Feuer im Ofen – noch in der Trocknungsphase:

  • ca. 14 Tage Trocknungsheizen,
  • danach wird außen noch gedämmt, verkleidet, hübsch gemacht,
  • und dann heißt es: Brot, Brot, Brot.

„Ich bin immer noch beeindruckt, in welcher Geschwindigkeit du das hier gemacht hast. Hut ab – und vielen, vielen Dank.“ – Jan

Ich habe ihm zum Abschied gesagt:

„Mich freut’s, dass in deinem Haus jetzt das Feuer brennt und es sicher bald nach frischem Brot riecht.“

Und genau dafür baue ich solche Öfen.


Fazit: Ein Ofen, der genutzt werden will

Mit dem neuen Holzbackofen im Keller haben Jan und Mareike jetzt:

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